Facebook entfernt Seite von Myanmars Militär


News Redaktion
International / 21.02.21 12:15

Wenige Stunden nach dem Tod von Demonstranten bei Protesten gegen den Putsch in Myanmar hat Facebook eine Internet-Seite des dortigen Militärs entfernt. Die Homepage des Tatmadaw True News Information Teams habe wiederholt gegen Richtlinien verstossen, die Anstiftung zur Gewalt und Vorbereitungen zur Anrichtung von Schaden verbieten, teilte ein Mitarbeiter des Online-Netzwerks am Samstagabend (Ortszeit) mit. Die Streitkräfte des südostasiatischen Landes sind als Tatmadaw bekannt.

Polizisten stürmen auf Demonstranten in Mandalay zu, um sie zu vertreiben. Foto: --/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/--)
Polizisten stürmen auf Demonstranten in Mandalay zu, um sie zu vertreiben. Foto: --/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/--)

In Myanmar (ehemals: Birma) gibt es seit bald drei Wochen Proteste gegen den Putsch. Das Militär hatte die gewählte Regierungschefin, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, Anfang Februar gestürzt. Bei Protesten in der Grossstadt Mandalay starben am Samstag Medienberichten zufolge mindestens zwei Demonstranten. Mehrere Menschen seien verletzt worden, nachdem Sicherheitskräfte mit scharfer Munition auf Demonstranten geschossen hätten. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist nicht möglich.

Mitte Februar hatte Facebook erklärt, man betrachte die Situation in Myanmar als Notlage. Der Konzern werde die Verbreitung von falschen Informationen durch das Militär deutlich reduzieren. Facebook ist in dem Land mit mehr als 50 Millionen Einwohnern weit verbreitet.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Streit um britische Geschichte: Historiker kritisiert Doppelmoral
International

Streit um britische Geschichte: Historiker kritisiert Doppelmoral

In einem Streit um die britische Kolonialgeschichte hat ein Historiker der Regierung in London Doppelmoral vorgeworfen. "Einerseits kündigt die Regierung an, die Meinungsfreiheit an Universitäten zu verteidigen", sagte Steve Hewitt von der Universität Birmingham der Deutschen Presse-Agentur. Andererseits werde versucht, Forschung einzuschränken, die das vorherrschende Bild des British Empire und historischer Persönlichkeiten wie Ex-Regierungschef Winston Churchill in Frage stellt. "Das bedeutet Redefreiheit für Menschen, denen die Regierung zustimmt, aber Einschränkungen für die, denen sie nicht zustimmt", sagte Hewitt.

Schwyzer Plädoyer für schnellere Lockdown-Lockerungen
Regional

Schwyzer Plädoyer für schnellere Lockdown-Lockerungen

Die Schwyzer Gesundheitsdirektorin und Frau Landammann Petra Steimen (FDP) hat heute im Kantonsrat für eine stärkere Lockerung des Lockdowns plädiert. Die Corona-Lage habe sich deutlich entspannt.

Winterthurer Wahlen finden am 13. Februar 2022 statt
Schweiz

Winterthurer Wahlen finden am 13. Februar 2022 statt

Der Winterthurer Stadtrat hat den Termin für die Erneuerungswahl von Stadtparlament und Stadtrat bestimmt: Die Wahl wird am 13. Februar 2022 stattfinden. Ein allfälliger zweiter Wahlgang ist für den 27. März geplant, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.

Siebte Nacht in Folge Proteste gegen Rapper-Inhaftierung in Spanien
International

Siebte Nacht in Folge Proteste gegen Rapper-Inhaftierung in Spanien

Die siebte Nacht in Folge hat es in Barcelona Proteste gegen die Inhaftierung des wegen Gewaltverherrlichung und Beleidigung der Monarchie verurteilten Rappers Pablo Hasél und gegen die Polizei gegeben. Allerdings nahmen an der Kundgebung am Montagabend nach Polizeiangaben nur noch etwa 700 überwiegend junge Menschen teil.