Für Vaduz dauerte das Spiel etwas zu lang


News Redaktion
Sport / 17.10.20 21:17

Im vierten Meisterschaftsspiel nach dem Aufstieg verpasst der FC Vaduz den ersten Sieg um etwa drei Minuten. Die Liechtensteiner spielen daheim gegen den seit Anfang Juli unbesiegten FC Lugano 1:1.

Am Schluss konnten sich die Luganesi mehr freuen. Torschütze  Marcis Oss (Dritter von links) wird von Trainer Maurizio Jacobacci empfangen (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ)
Am Schluss konnten sich die Luganesi mehr freuen. Torschütze Marcis Oss (Dritter von links) wird von Trainer Maurizio Jacobacci empfangen (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ)

In der 92. Minute lenkte der kurz zuvor eingewechselte, von Neuchâtel Xamax gekommene lettische Innenverteidiger Marcis Oss ein Zuspiel von Adrian Guerrero auf brillante Weise so ab, dass der Vaduzer Goalie Benjamin Büchel mit einer Bogenlampe bezwingen wurde. Drei Minuten später war der Schlusspfiff zu hören. Der Mannschaft von Trainer Mario Frick fehlte also wenigstens zeitlich wenig zum ersten Sieg. Gemessen an der Leistung fehlte ihnen etwas mehr, denn die Tessiner waren in beiden Halbzeiten überlegen.

Nach dem schweren Startprogramm mit den Spielen in Basel (2:2), gegen St. Gallen (0:1) und bei YB (0:1) konnte man von den Vaduzern erwarten, dass sie erstmals etwas offensiver spielen und den Heimvorteil für eine Dominanz nutzen würden. In der ersten Halbzeit setzte die Mannschaft von Trainer Mario Frick den Gegner wenigstens teilweise unter Druck. Aber zu den besten Chancen kamen die Luganesi, so mit einem satten Vollrist-Schuss von Sandi Lovric an die Latte.

Dass sie trotz des Mangels an guten Möglichkeiten mit einer 1:0-Führung in die Pause gehen konnten, verdankten die Liechtensteiner einem sehr fragwürdigen Foulpenalty-Entscheid von Schiedsrichter Adrien Jaccottet. Tunahan Cicek nutzte die gute Gelegenheit.

Luganos Zeit der Ungeschlagenheit geht weiter. Die Tessiner haben keines der letzten zwölf Meisterschaftsspiele seit dem 5. Juli verloren. Dennoch haben sie in dieser Zeit mit acht Unentschieden (bei vier Siegen) 16 Punkte abgegeben.

Vaduz - Lugano 1:1 (1:0)

1360 Zuschauer. - SR Jaccottet. - Tore: 45. Cicek (Foulpenalty) 1:0. 92. Oss (Guerrero) 1:1.

Vaduz: Büchel; Schmied, Schmid, Simani (63. Rahimi); Wieser (46 Gasser); Dorn, Prokopic (73. Gajic), Lüchinger (73. Di Giusto), Hug; Cicek (88. Milinceanu); Sutter.

Lugano: Osigwe; Kecskes (65. Lungoyi), Maric, Daprelà; Custodio (65. Bottani); Lavanchy (88. Oss), Lovric (88. Covilo), Sabbatini, Guerrero; Gerndt (88. Macek), Odgaard.

Bemerkungen: Vaduz ohne Coulibaly, Göppel (beide verletzt) und Ospelt (krank). Lugano ohne Selasi (verletzt). 32. Lattenschuss Lovric. Verwarnungen: 7. Custodio (Foul), 45. Lavanchy (Foul), 49. Lüchinger (Foul), 56. Schmid (Foul), 81. Gasser (Foul).

Rangliste: 1. St. Gallen 3/9 (3:0). 2. Young Boys 4/8 (3:1). 3. Lausanne-Sport 3/7 (8:3). 4. Lugano 4/6 (7:6). 5. Basel 3/4 (5:5). 6. Servette 4/4 (2:3). 7. Sion 3/2 (2:3). 8. Vaduz 4/2 (3:5). 9. Luzern 3/1 (5:7). 10. Zürich 3/1 (3:8).

(sda)


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