Italien vor Entscheidung über neue Corona-Regeln


News Redaktion
International / 21.02.21 13:16

Italien wartet auf die Entscheidung der neuen Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. An diesem Montag ist ein Treffen des Kabinetts geplant, in dem es auch um das Corona-Dekret gehen soll, wie die Regierung am Samstagabend mitteilte. Die italienischen Medien spekulieren, dass Draghi stärker unterscheiden will, wie viel Risiko tatsächlich von Bars, Restaurants, Museen, Kinos und Fitnessstudios ausgeht.

Mario Draghi, Ministerpräsident von Italien, nimmt an einer Sitzung im Parlament teil. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Andrew Medichini)
Mario Draghi, Ministerpräsident von Italien, nimmt an einer Sitzung im Parlament teil. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Andrew Medichini)

Ausserdem will der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank als neuer Regierungschef das Parlament und die Regionen stärker in Entscheidungen einbeziehen, wie die Zeitung La Repubblica am Sonntag schrieb. Damit soll auch verhindert werden, dass betroffene Unternehmer erst kurzfristig von Schliessungen erfahren - wie unlängst die Betreiber von Skiliften einen Tag vor einer geplanten Öffnung.

Italien will weiter auf sein System aus drei Corona-Zonen setzen, wie die Zeitung Corriere della Sera berichtete. Das Reiseverbot zwischen den Regionen mit Ausnahmen für Arbeit oder in begründeten Notfällen dürfte demnach bestehen bleiben. Im Raum steht auch, in einzelnen Regionen besonders strenge Regeln zu erlassen - etwa in der mittelitalienischen Provinz Perugia, wo die brasilianische Variante des Virus kursiert.

Einige Regionen hatten die Kriterien kritisiert, nach denen das Gesundheitsministerium die Zonen festlegt. Sie fordern, dass Draghi das System effizienter macht. In Italien mit seinen etwa 60 Millionen Einwohnern liegen die Corona-Fallzahlen seit Wochen etwa auf demselben Niveau. Sorge bereitet den Experten die Ausbreitung der Corona-Varianten. Insgesamt verzeichnen die Behörden bislang mehr als 95 400 Tote und mehr als 2,79 Millionen Infektionen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Schweiz

"Sharity" - Kunstwerke rund ums Teilen, Tauschen und Verzichten

Teilen, tauschen und verzichten - diesem postmaterialistischen Lebensstil geht die Ausstellung "Sharity" im KunstZeughaus Rapperswil-Jona bis zum 16. Mai nach. Werke von 20 Kunstschaffenden aus der Schweiz und dem Ausland beleuchten das Thema facettenreich.

Zug Estates macht 2020 weniger Gewinn
Wirtschaft

Zug Estates macht 2020 weniger Gewinn

Die Immobiliengesellschaft Zug Estates hat im Geschäftsjahr 2020 einen deutlich tieferen Gewinn erzielt, dies weil Sondereffekte weggefallen sind. Zudem hat der Hotel- und Gastrobereich stark unter der Coronakrise gelitten, wie die Immobiliengesellschaft am Freitag mitteilte.

Eschenbach LU kann weitere Kiesreserven anstechen
Regional

Eschenbach LU kann weitere Kiesreserven anstechen

Die Luzerner Gemeinde Eschenbach kann mit dem Kiesabbau auf zwei weiteren Parzellen beginnen. Die Stimmberechtigten haben die entsprechenden Abbau- und Deponieverträge am Sonntag mit 91 Prozent genehmigt und damit einem höheren Abbaupreis zugestimmt.

Roger Federer trifft bei seinem Comeback auf Chardy oder Evans
Sport

Roger Federer trifft bei seinem Comeback auf Chardy oder Evans

Nach mehr als 400 Tagen Pause und zwei Knieoperationen wird Roger Federer nächste Woche am ATP-Turnier in Doha auf die ATP-Tour zurückkehren. Erster Gegner ist Jérémy Chardy oder Daniel Evans.