Polizei verhindert Kundgebung von Massnahmen-Gegnern in Bern


News Redaktion
Schweiz / 15.05.21 13:18

Gegner der Corona-Schutzmassnahmen haben es am Samstagnachmittag in Bern nicht geschafft, für mehr Freiheit zu demonstrieren. Die Berner Kantonspolizei ging konsequent gegen Demonstrationswillige vor.

Wegen einer unbewilligten Kundgebung von Gegnern der Corona-Massnahmen hat die Polizei den Berner Bundesplatz abgeriegelt. (FOTO: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
Wegen einer unbewilligten Kundgebung von Gegnern der Corona-Massnahmen hat die Polizei den Berner Bundesplatz abgeriegelt. (FOTO: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Wie eine Polizei-Mediensprecherin nach dem Einsatz auf Anfrage bekanntgab, wurden rund 170 Personen weggewiesen. Knapp 30 Personen hielten die Einsatzkräfte an und brachten sie in Polizeiräumlichkeiten. Die Polizei wird knapp 20 Personen anzeigen, wie Mediensprecherin Ramona Mock weiter sagte.

Dies wegen Vorwürfen von Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie Hinderung einer Amtshandlung. Ein zur Verhaftung ausgeschriebener Mann wurde festgenommen.

Die von der Polizei weggewiesenen Personen versammelten sich nach Mittag in der Umgebung des Bundesplatzes, den die Polizei weiträumig abgesperrt hatte. Dort weigerte sich ein Teil der Anwesenden, die Örtlichkeit zu verlassen. Die Polizei hatte per Lautsprecher dazu aufgerufen. Etwa zwanzig Personen wurden deshalb eingekesselt und danach kontrolliert.

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot präsent. Zum Einsatz kamen Kastenwagen mit an der Front befestigten Gittern. Auch ein Wasserwerfer stand auf dem Bundesplatz bereit.

Die Stadt Bern hatte die Organisatoren dazu aufgerufen, auf die unbewilligte Kundgebung zu verzichten. Es gehe nicht, ohne verbindliches Schutzkonzept zu Demonstrationen aufzurufen und damit grosse Menschenansammlungen zu provozieren. Die Stadtregierung gab der Polizei den Auftrag, gegen Demonstrationen vorzugehen, bei denen die Maskenpflicht missachtet und die Abstände nicht eingehalten werden.

Die Kundgebung war in den Sozialen Medien als Teil einer World Wide Rally for Freedom angekündigt worden, also als Teil einer weltweiten Freiheitskundgebung.

(sda)


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