UEFA heisst Russlands Protest teils gut


News Redaktion
Sport / 10.06.21 11:59

Nach den Protesten aus Russland spricht die UEFA im Zwist um das ukrainische Nationalmannschafts-Trikot ein Machtwort.

Das Trikot von Mykola Schaparenko und seiner Teamkollegen sorgte in Russland für rote Köpfe (FOTO: KEYSTONE/EPA/SERGEY KOZLOV)
Das Trikot von Mykola Schaparenko und seiner Teamkollegen sorgte in Russland für rote Köpfe (FOTO: KEYSTONE/EPA/SERGEY KOZLOV)

Den am Kragen des Trikots angebrachte Slogan Ehre unsere Helden stufte der europäische Verband nach einer eingehenderen Prüfung als politisch ein. Darum sei der Schriftzug angesichts der Pflichtspiele eines UEFA-Wettbewerbes zu entfernen.

Hingegen bestätigte der europäische Verband die auf den Trikots abgedruckte Silhouette des Landes als rechtens, die die von Russland einverleibte Schwarzmeer-Halbinsel Krim als Landesteil darstellt. Auch den Slogan Ehre der Ukraine stuft die UEFA als nicht politisch motiviert ein. Lediglich die Kombination der beiden Ausdrücke, die 2014 im Zuge des Volksaufstandes auf dem Maidan zur Maxime der prowestlichen Kräfte geworden ist, betrachtet die UEFA in ihrer Neubeurteilung als problematisch.

Russland, das am Montag bei der UEFA Protest gegen das Trikot eingelegt hatte, zeigte sich mit dem Ergebnis der Validierung zufrieden. Seid Sporthelden und ihr werdet so Ruhm erhalten. Mit nationalistischen Parolen werdet ihr das Mutterland aber nicht ehren, kommentierte Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, den Entscheid.

Für die Ukraine ist der Fall derweil noch nicht abgeschlossen. Wie der Verband gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bekannt gab, führe die Ukraine weiterhin Gespräche mit der UEFA, um an den Slogans festzuhalten. Die UEFA hatte in einem ersten Schritt alle Elemente des ukrainischen Trikots gutgeheissen und es erst nach dem Protest aus Russland sein Urteil gekippt.

(sda)


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