Zürich: Sekundarschule im Radiostudio wird teurer


News Redaktion
Schweiz / 09.06.21 14:06

Schulraum in der Stadt Zürich ist knapp. Daher soll das Radiostudio Brunnenhof im Baurecht übernommen und darin eine Sekundarschule eingebaut werden. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat 420'000 Franken jährlichen Baurechtszins sowie einen Objektkredit von 82,2 Millionen Franken einschliesslich Reserven.

Aus dem Radiostudio Brunnenhof soll eine Sekundarschule werden. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
Aus dem Radiostudio Brunnenhof soll eine Sekundarschule werden. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Zunächst hatte die Stadt mit Erstellungskosten von 40 Millionen Franken ohne Reserven gerechnet. Während der Projektierung hat sich gezeigt, dass sich der Betrag um rund 20 Prozent oder 8,357 Millionen Franken erhöht, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte.

Im nun beantragten Objektkredit enthalten sind 58,2 Millionen Franken für den Einbau der zukünftigen Nutzung sowie 24 Millionen Franken Entschädigung an die heutige Eigentümerin, die Radio- und Fernsehgenossenschaft Zürich Schaffhausen (RFZ).

In dem Hochhaus an der Brunnenhofstrasse können 15 Sekundarklassen unterrichtet werden. Die Schule ist als Tagesschule geplant. Die bestehende Mensa des Radiostudios wird entsprechend angepasst. Im Aussenbereich soll es Pausenflächen, einen Allwetterplatz und weitere alternative Aussensportanlagen geben, wie es in der Mitteilung heisst.

Ausserdem wird für den Sportunterricht in einem weiteren Trakt ein Bewegungsraum eingebaut und es soll die Sporthalle der benachbarten Schulanlage Guggach genutzt werden.

Weiter ist ein schulkreisübergreifendes Zentrum der Musikschule Konservatorium Zürich (MKZ) mit Unterrichtsräumen geplant. Zwei heutige Radiostudios können für Konzerte und Veranstaltungen genutzt werden. Im 7. Obergeschoss werden die Büros der Kreisschulbehörde Waidberg untergebracht.

Der Baurechtsvertrag wurde bereits Ende 2020 beurkundet. Vollzogen wird er bei einem Ja der Stimmberechtigten nach der für Mai 2022 geplanten Volksabstimmung. Mit dem Schuljahr 2025/26 könnte dann der Unterricht in den neuen Räumen beginnen.

Später könnte das Projekt auch noch erweitert werden mit dem Bau einer Doppelsporthalle und Platz für weitere sechs Klassen. In einer dritten Etappe könnten Gebäudehülle und -technik instandgesetzt werden.

(sda)


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