Zwei neue Frauen-Statuen sorgen in New York für Wirbel


News Redaktion
International / 16.10.20 13:55

Zwei neue und völlig unterschiedliche Frauen-Statuen - eine Nonne und eine nackte Frau - haben auf ebenfalls völlig unterschiedliche Art und Weise in New York für Wirbel gesorgt.

dpatopbilder - Eine Medusa-Statue des argentinischen Künstlers Luciano Garbati steht vor dem Gerichtsgebäude im südlichen Manhattan. Zwei neue und völlig unterschiedliche Frauen-Statuen - eine Nonne und eine nackte Frau - haben auf ebenfalls völlig unterschiedliche Art und Weise in New York für Wirbel gesorgt. Foto: Christina Horsten/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung über die Statue und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits. (FOTO: Keystone/dpa/Christina Horsten)
dpatopbilder - Eine Medusa-Statue des argentinischen Künstlers Luciano Garbati steht vor dem Gerichtsgebäude im südlichen Manhattan. Zwei neue und völlig unterschiedliche Frauen-Statuen - eine Nonne und eine nackte Frau - haben auf ebenfalls völlig unterschiedliche Art und Weise in New York für Wirbel gesorgt. Foto: Christina Horsten/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung über die Statue und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits. (FOTO: Keystone/dpa/Christina Horsten)

Vor dem Gerichtsgebäude im südlichen Manhattan, in dem unter anderem der frühere Hollywood-Mogul Harvey Weinstein wegen Sexualverbrechen verurteilt wurde, steht seit kurzem eine Medusa-Statue - nackt, mit Schwert in der einen und abgeschnittenem Kopf in der anderen Hand. Die Skulptur sei als Symbol der #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Gewalt ausgewählt worden, sagte ihr Erschaffer, der argentinische Künstler Luciano Garbati.

Im Internet liess die Kritik an dem Kunstwerk nicht lange auf sich warten: Warum ausgerechnet eine von einem Mann erschaffene Skulptur, die ausserdem schon 2008 lange vor dem Beginn der #MeToo-Bewegung entstanden sei, ausgewählt worden sei, fragten zahlreiche Menschen. Andere wunderten sich, warum die Figur aus der griechischen Mythologie den abgetrennten Kopf des Perseus und nicht den des Poseidon - der Sage nach ihr Vergewaltiger - in der Hand halte.

Einige Strassenblocks weiter südlich sorgte eine ganz andere neue Skulptur aus ganz anderen Gründen für Wirbel: Die Statue der Nonne Franziska Xaviera Cabrini, die im 19. Jahrhundert aus Italien in die USA ausgewandert war, sich zeit ihres Lebens vor allem für Einwanderer einsetzte und 1946 als erste US-Amerikanerin heilig gesprochen wurde, wurde von Gouverneur Andrew Cuomo der Öffentlichkeit übergeben. Damit widersetzte sich Cuomo einer Initiative von Bürgermeister Bill de Blasio, mit dem er seit Jahren im Streit liegt. Diese setzt sich zwar für mehr Statuen von Frauen in der Millionenmetropole ein, hatte Cabrini aber nicht auf der Liste.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Wegen neuer Personenobergrenze: Tonhalle Maag stellt Betrieb ein
Schweiz

Wegen neuer Personenobergrenze: Tonhalle Maag stellt Betrieb ein

Die Tonhalle Maag in Zürich stellt den Betrieb bis auf Weiteres ein. Grund ist die neue Obergrenze von fünfzig Personen, die ab Donnerstag gilt.

Puma kehrt zu Wachstum zurück
Wirtschaft

Puma kehrt zu Wachstum zurück

Der Sportartikelhersteller Puma SE ist im dritten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,58 Milliarden Euro.

Neue Kämpfe im Konflikt um Berg-Karabach
International

Neue Kämpfe im Konflikt um Berg-Karabach

Trotz einer neuen Feuerpause gehen die Gefechte in dem Konfliktgebiet Berg-Karabach im Südkaukasus unvermindert weiter. Die Behörden der Bergregion meldeten am Dienstagmorgen einzelne Kämpfe entlang der Frontlinie.

Regeneron meldet positive Ergebnisse bei Antikörper-Tests
Wirtschaft

Regeneron meldet positive Ergebnisse bei Antikörper-Tests

Bei der Suche nach einem Medikament gegen das Coronavirus sind neue klinische Tests mit dem Antikörper-Cocktail REGN-COV2 nach Angaben des US-Pharmakonzerns Regeneron positiv ausgefallen.